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  • Protest gegen „Pegida“-Demo: Verhindern, dass „Kögida“ durch Köln zieht

    Von Tim Stinauer

    Am Freitag haben die Organisationen des Bündnisses „Wir stellen uns quer“ über die Pläne zur Gegendemo gegen „Kögida“ informiert.

    Am Freitag haben die Organisationen des Bündnisses „Wir stellen uns quer“ über die Pläne zur Gegendemo gegen „Kögida“ informiert.

    Foto:

    stefan worring

    Köln

    Wenn Anhänger der Pegida-Bewegung am Montagabend zum ersten Mal in Köln demonstrieren, stellt sich ihnen das wohl breiteste Bündnis gegen Rassismus entgegen, das sich in der Stadt je formiert hat: 43 einzelne Verbände, Organisationen, Parteien und Vereine haben sich in den vergangenen Tagen spontan zur Initiative „Köln stellt sich quer“ zusammengeschlossen.

    „Diese Kögida-Leute stehen nicht für die Kölsche Kultur und die Art der Auseinandersetzung, die wir in der Stadt mit unseren Problemen pflegen“, sagt etwa Hermann Rheindorf, Sprecher der Musikerinitiative „AG Arsch huh, Zäng ussenander e.V.“, die das Bündnis unterstützt.

    Die nach eigenen Angaben bis zu 500 Kögida-Anhänger – auch Pro Köln ruft im Internet zur Teilnahme auf – wollen ab 18.30 Uhr vom Deutzer Bahnhof über die Deutzer Brücke zum Roncalliplatz ziehen, „Köln stellt sich quer“ möchte das verhindern. Bei ähnlichen Anlässen in der Vergangenheit haben solche Blockaden schon funktioniert. Gleich mehrere Gegenveranstaltungen hat das Bündnis rund um den Deutzer Bahnhof und entlang des Zugwegs angemeldet. Die größte beginnt um 17.30 Uhr unterhalb des LVR-Turms mit erwarteten eintausend Teilnehmern. 1200 weitere Menschen will die Vereinigung „Kein Veedel für Rassismus“ an vier weiteren Standorten mobilisieren (siehe „Demonstrationen in Köln“). Für Musik sorgt unter anderem Sozialarbeiter Franco Clemens mit seiner Band „AnyWay“.

    Ein Verbot ist nicht möglich

    Für ein Verbot der Kögida-Versammlung, wie es etwa Jörg Detjen (Die Linke) anregt, habe die Polizei keine rechtliche Handhabe, betonte ein Behördensprecher. „Wir haben die Aufgabe, die freie Ausübung der Grundrechte auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit zu gewährleisten.“

    Zu den Unterzeichnern von „Köln stellt sich quer“ zählen zahlreiche Ratsparteien, christliche Kirchenverbände, die Synagogen-Gemeinde, Lesben- und Schwulenverbände oder auch „Klubkomm“, die Vereinigung Kölner Clubs und Veranstalter. Domprobst Norbert Feldhoff will während der Kögida-Veranstaltung die Beleuchtung des Doms abschalten, als Zeichen des Protests gegen Ausgrenzung und Rassismus. Neben Lob und Anerkennung für seinen Plan von Vertretern aus Politik und Gesellschaft habe er aber auch negative Reaktionen bis zur Androhung von Kirchenaustritten erhalten, berichtete Feldhoff – auch von „guten Katholiken“ und besorgten Menschen, die sich vor Überfremdung fürchteten, aber nicht sähen, wie diese Sorgen durch die rechtsextrem orientierte Bewegung missbraucht würden.

    Autofahrern empfiehlt die Polizei, den Deutzer Bahnhof spätestens ab 17 Uhr möglichst großräumig zu umfahren. Sollten die Demonstranten wie geplant zum Dom laufen, gäbe es auch in der Innenstadt viele Absperrungen.

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